FAQ`s
Die häufigsten Fragen zu Reizmagen und Reizdarm
Wo ist der Unterschied zwischen Reizmagen und Reizdarm?
Die Übergänge zwischen den Symptomen eines Reizmagens und denen eines Reizdarms verlaufen fließend. Viele Betroffene klagen darüber hinaus ohnehin über Beschwerden im Magen und im Darmbereich. Da eine Differenzierung auch in klinischer Hinsicht wenig Sinn macht, ist man dazu übergangen, Reizmagen und Reizdarm unter dem Begriff "Reizdarmsyndrom" zusammen zu fassen.
Wie wird ein Reizdarm diagnostiziert?
Da das Reizdarmsyndrom keine organische Erkrankung ist und daher auch keinerlei klinisch nachweisbare Veränderungen verursacht, erfolgt die Diagnose durch den Ausschluss anderer Krankheiten. Dieses Verfahren nennt man "Ausschlussdiagnose": Klassische Magen-Darm-Krankheiten wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa müssen dabei ebenso ausgeschlossen werden wie Störungen der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse oder etwa Diabetes. Erst wenn mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit feststeht, dass keine organische Krankheit für die Beschwerden verantwortlich ist, kann der Arzt die Diagnose "Reizdarmsyndrom" stellen.
Was sind "Trigger" und welche gibt es?
Als "Trigger" bezeichnet man alle Faktoren, die zum Ausbruch eines Reizdarms führen oder die geeignet sind, ein bereits vorhandenes Reizdarmsyndrom aufrecht zu erhalten. Die größte und am meisten unterschätzte Gruppe von Triggern sind die Ernährungsfaktoren. Dazu zählen neben den klassischen Kohlenhydrat-Malabsorptionen, deren bekannteste die Laktose-Intoleranz ist, auch der übermäßige und durchfallfördernde Fettkonsum. Aber es gibt noch viele andere, kaum als schwer verdaulich bekannte Nahrungsmittel. Alkohol, Koffein und Nikotin sind weitere potentielle Trigger, deren Bedeutung gerne unterschätzt wird. Auch Medikamente, die als Nebenwirkungen die Tätigkeit von Magen und Darm direkt oder indirekt beeinflussen, müssen in diesem Zusammenhang genannt werden. Bekanntester Vertreter sind die häufig verwendeten Antibiotika. Darminfektionen, auch wenn sie schon Monate zurückliegen, zählen ebenfalls zu den heimlichen Triggern eines Reizdarmsyndroms. Wer unter einer chronischen Magen- oder Darmkrankheit leidet, unterliegt ohnehin einem stark erhöhten Risiko, an einem Reizdarm zu erkranken.
Kann ein Reizdarm schwere organische Krankheiten auslösen?
Nein. Zahlreiche Studien haben deutlich gezeigt: Wer unter einem Reizdarm leidet, unterliegt keiner erhöhten Gefahr, an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder gar an Darmkrebs zu erkranken. Grund zu übertriebener Sorge besteht also nicht, auch wenn die Beschwerden im Einzelfall sehr gravierend sind.
Selbsthilfe oder Arztbesuch? Was ist besser bei Reizdarmsyndrom?
Die Diagnose Reizdarm sollte in jedem Fall von einem erfahrenen Arzt gestellt werden. Nur so ist sichergestellt, dass sich hinter den Beschwerden keine organische Krankheit versteckt, deren Therapie andere Maßnahmen erfordern
würde. In der Praxis wird der Patient allerdings meistens nach der Diagnose allein gelassen, weil das Reizdarmsyndrom vielen Medizinern als "unheilbar" erscheint oder nach alter Lehrmeinung ein Fall für den Seelenklempner darstellt. Aus diesem Grund bleibt den meisten Betroffenen gar nichts anderes übrig, als ohne fremde Hilfe eine Therapie einzuleiten. Bei entsprechender Anleitung ist dies aber auch gar nicht so kompliziert wie man meinen sollte (aus: Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt).
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Weiterführende Informationen zum Reizdarmsyndrom
(Funktionelle Magen-Darm-Störung), Archiv 7:
- Vierte Säule - Fitness und Wellness
- Tipps für körperliches Wohlbefinden
- Tipps für geistiges Wohlbefinden
- Was können Sie tun
- Selbsttest-Fragebogen
- Die patientengerechte Ernährung
- Rezeptvorschläge für eine schonende Kost
- Milchzuckerarme Rezepte
- Fruchtzuckerarme Rezepte Ballaststoffreiche Rezepte
- Fettarme Rezepte Zum Nachschlagen


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