Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt
Wie wird Das Reizdarmsyndrom behandelt? Wie man sieht, lässt sich leider keine einheitliche Diät zur Behandlung Ihrer Beschwerden vorgeben. Es kommt daher sehr auf Ihre Mitarbeit in der Ernährungstherapie an. Finden Sie für sich heraus, ob eine ballaststoffreiche Kost eine Besserung mit sich bringt oder ob Sie eher von einer faserarmen Schonkost profitieren. Welche Nahrungsmittel besonders viele Pflanzenfasern enthalten und wie Sie möglichst schonend eine Erhöhung der Ballaststoffmenge erreichen, erfahren Sie in den folgenden Praxistipps.
Da Ballaststoffe gewöhnungsbedürftig sind und vor allem bei REIZDARM-Patienten ungewollte Neben- wirkungen verursachen können, empfiehlt sich eine langsame und schonende Einführung über einen Zeitraum von vier bis acht Wochen. Eine zu schnelle Umstellung kann unter Umständen zu Durchfall und Blähungen führen. Starten Sie mit einer begrenzten Anzahl ballaststoffreicher Lebensmittel, wie Kartoffeln, Vollkornbrot, Vollkornreis und grünem Salat, und erhöhen Sie den Faser- anteil schrittweise Woche für Woche um ein bis zwei weitere Ballaststoffträger.
Durchschnittlich werden mit der modernen Kost pro Tag zirka fünfzehn bis zwanzig Gramm Faserstoffe aufgenommen. Empfehlenswert sind - bei guter Verträglichkeit - mindestens dreißig Gramm pro Tag. Zum Vergleich: Vor hundert Jahren betrug die tägliche Ballaststoffaufnahme noch achtzig bis hundert Gramm.
Da Ballaststoffe viel Wasser brauchen, um aufquellen zu können, sollten Sie täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit trinken. Dies unterstützt bei Verstopfung zusätzlich die Verdauung und sichert bei Durchfall eine ausreichende Versorgung mit lebenswichtigen Mineralstoffen. Wenn Sie auf Ihrem Speiseplan den Fleischverbrauch reduzieren und dafür den Anteil pflanzlicher Produkte erhöhen, vergrößert sich automatisch die Ballaststoffmenge in Ihrer täglichen Ernährung.
Leseprobe aus:
|