Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt
Wie wird das Reizdarmsyndrom behandelt? Anstatt dem Patienten nach Durchsicht der Unterlagen lapidar zu erklären, dass er nichts habe, sollte der Arzt ihn lieber dazu anhalten, seine Beschwerden zu begreifen und zu akzeptieren. Allein die Zusicherung, dass keine schwer wiegende Krankheit, wie Krebs oder eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, vorliegt, lässt bei vielen Betroffenen Sorgen und Ängste wie eine Seifenblase zerplatzen.
Optimal sind eine intensive Führung und Begleitung des Patienten weit über den Tag der Diagnosestellung hinaus. Dazu bedarf es in Abständen wiederholter Gespräche und einer Hilfestellung bei der Suche nach den möglichen Auslösern. Falls Sie nicht das Glück haben, einen Arzt als kompetenten Ansprechpartner an Ihrer Seite zu haben, der im Rahmen seiner Berufsausübung langwierige Gespräche mit seinen Patienten führen kann oder will, dann trösten Sie sich mit der Erkenntnis, dass unser Gesundheitssystem in seiner momentanen Form keine intensivere Betreuung zulässt.
Die klassische Psychotherapie Zur Behandlung psychosomatischer Störungen durch eine Psychotherapie stehen unzählige, in ihrer Durchführung teils recht unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Welches davon für den Einzelnen das richtige ist, muss der Therapeut in Abstimmung mit seinem Patienten individuell entscheiden. Es liegen aber Studiendaten vor, nach denen sich die so genannte dynamische Psychotherapie zur Aufdeckung und Beseitigung seelischer Auslöser besonders bewährt hat. Hierunter versteht man ein therapeutisches Verfahren, bei dem die Selbsteinschätzung, das Selbstwertgefühl und die Beziehung des Patienten zu seiner Umwelt im Vordergrund stehen. Auch die aktuellen Lebensumstände werden in die Betrachtungen verstärkt einbezogen. Der Therapeut unterstützt seinen Patienten dabei, sich selbst besser zu verstehen, und versetzt ihn damit in die Lage, unterschwellige Konflikte zu lösen.
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