Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktEin Glas Milch enthält genug Milchzucker, um Beschwerden auszulösen Eine Milchzuckerunverträglichkeit lässt sich auch durch ein klinisches Testverfahren nachweisen. Mit Hilfe eines H2-Atemtests, bei dem nach der Provokation, also nach dem Verzehr von einer in Wasser aufgelösten Menge von fünfzig Gramm Milchzucker, die Wasserstoffabatmung der Lunge über einen Zeitraum von drei Stunden gemessen wird, lassen sich Rückschlüsse auf die Aufnahme von Milchzucker im menschlichen Körper ziehen. Natürlich kann es auch hier bei den Betroffenen zu heftigen Symptomen wie Durchfall kommen. ǁ Worin ist Milchzucker enthalten? Milchzucker befindet sich nicht nur in Milch und allen daraus hergestellten Produkten, wie häufig angenommen wird, sondern auch in zahlreichen industriell hergestellten Lebensmitteln, in denen man keinen Milchanteil erwarten würde. Wurst, Saucen, Klöße, Backwaren, Speiseeis, Kroketten, Gewürzmischungen oder Fastfoodprodukte sind nur einige Beispiele dafür. Auf den Zutatenlisten von Fertigprodukten findet man Hinweise auf den Gehalt von Milchzucker beziehungsweise Laktose, häufig auch unter der Bezeichnung »Zuckerstoff« aufgeführt. Neben diesen Begriffen weisen auch Molkenpulver, Vollmilchpulver, Magermilchpulver, Molke und Molkenerzeugnisse auf einen hohen Gehalt des unverträglichen Kohlenhydrates hin. Vermeiden Sie also unbedingt Nahrungsmittel, die diese Zutaten enthalten oder auf einen Milchanteil schließen lassen.
Das heikle Problem Fruchtzucker Die Fruchtzuckerunverträglichkeit ist ein sehr weit verbreiteter Enzymdefekt und sollte deshalb bei der Abklärung eines Reizdarms unbedingt berücksichtigt werden. Man unterscheidet die hereditäre und die intestinale Form. Erstere ist eine angeborene Störung. Da sie sehr selten vorkommt und die Betroffenen meist von ihrer schweren Erkrankung wissen, soll sie nicht Gegenstand dieser Betrachtung sein. Die intestinale Form beruht auf einem relativen Enzymmangel im Darm. Von dieser Form sind REIZDARM-Patienten häufig betroffen.
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