Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter steckt
Wie wird Das Reizdarmsyndrom behandelt? Das Wort »Diät« bedeutet übrigens nichts anderes als eine von der normalen Ernährung abweichende Krankenkost und ist nicht gleichzusetzen mit Kalorienreduktion, Gewichtsabnahme oder Verzicht.
Wer nach dem Verzehr von acht bis zehn Gramm Milchzucker Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall, Blähungen, Schmerzen oder Bauchgeräusche, verspürt, der leidet - nach einer offiziellen Definition - unter einer Milchzuckerunverträglichkeit. Etwa zehn Gramm Milchzucker befinden sich in einem Glas Milch (0,2 Liter). Es ist allerdings durchaus möglich, dass manche Betroffenen erst nach größeren Mengen Beschwerden bekommen.
Dann spricht man zwar definitionsgemäß nicht mehr von einer Milchzuckerunverträglichkeit, doch der regelmäßige Verzehr von Milchzucker wird Ihre REIZDARM-Problematik dennoch vorantreiben. Um herauszufinden, ob Sie von einer Milchzuckerunverträglichkeit betroffen sind, müssen Sie für zwei Wochen alle Nahrungsmittel meiden, die den Zuckerstoff enthalten (Suchdiät). Lassen die Beschwerden in diesem Zeitraum deutlich nach, so sollten Sie in der Folgezeit die REIZDARM-Diät (milchzuckerarme Kost) durchführen.
Um ganz sicher zu gehen, ob Sie Milchzucker wirklich nicht vertragen, können Sie im Anschluss an die zweiwöchige Testphase einen Provokationstest durchführen. Dazu trinken Sie auf leeren Magen mindestens ein Glas Milch oder eine in Wasser aufgelöste Menge von mindestens zehn Gramm Milchzucker. Beobachten Sie dann in den darauf folgenden Stunden Ihren Körper. Anhand der Symptome (zum Beispiel Durchfall) werden Sie sehr schnell feststellen, ob eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt. Bedenken Sie, wie schon im ersten Kapitel erwähnt, dass Sie mit der täglichen Nahrung bis zu fünfzig Gramm Milchzucker zu sich nehmen, ohne es zu wissen. Daher ist es ratsam, die Testmenge auf ein entsprechendes Maß zu erhöhen, um einen realistischen Eindruck durch die milchzuckerverursachten Beschwerden zu bekommen.
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