Das Reizdarmsyndrom
Reizdarm - Was wirklich dahinter stecktWie wird Das Reizdarmsyndrom behandelt? Und nicht zuletzt besteht auch die Möglichkeit, dass tatsächlich eine schwer wiegende psychische Erkrankung vorliegt, deren Erscheinungsbild sich hinter einer REIZDARM-Symptomatik versteckt oder mit ihr einhergeht. Auf die Frage, ob eine Psychotherapie bei einem Reizdarm wirklich helfen kann, kam man bei Untersuchungen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es zeichnete sich allerdings ab, dass besonders diejenigen Betroffenen von psychologischen Maßnahmen profitieren, bei denen Durchfall und durchfallartige Störungen sowie ein reizbarer Magen den Schwerpunkt der Symptomatik bilden.
Bei Patienten, die hauptsächlich unter Verstopfung leiden, soll der erzielbare Therapieerfolg merklich geringer sein - Beeinträchtigungen, die durch krampfartige Schmerzen entstehen, lassen sich vermutlich durch ausschließlich seelischen Beistand gar nicht kurieren. Ein weiteres Ergebnis vieler Studien ist, dass neben der unzureichend belegten Wirksamkeit auch der hohe Kostenaufwand gegen den generellen Einsatz einer Psychotherapie spricht. Im Hinblick auf die Form der Therapie haben sich vor allem diejenigen Maßnahmen als erfolgreich erwiesen, die neben einer wirksamen Stressbewältigung auch die individuelle Fähigkeit fördern, belastende Situationen zu verarbeiten.
Auch bewirkt das Erkennen psychosozialer Faktoren und die darauf aufbauende Änderung ungünstiger Lebensumstände in vielen Fällen eine Verminderung der Beschwerden. Nicht zuletzt ist es für den Patienten sehr von Vorteil, ein größeres Selbstverständnis zu erlangen, seine Rolle in der Gesellschaft besser zu verstehen und sie gegebenenfalls neu zu bewerten. Gerade ängstliche und depressive Patienten scheinen von diesen Maßnahmen am stärksten zu profitieren, vorausgesetzt, sie sind motiviert und nehmen aktiv am Therapiegeschehen teil.
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