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Wenn Milchzucker krank macht 


Laktose-Intoleranz

Vorsicht ist geboten bei pasteurisierten - also erhitzten - Joghurtsorten, da durch die Wärmebehandlung die mikrobielle Lalctase-Wirkung verloren geht. Aus diesem Grund werden erhitzte Sauermilchprodukte von den Betroffenen deutlich schlechter toleriert. Kaufen Sie also nur Produkte mit lebendigen Milchsäurebakterien, die nicht erhitzt wurden.

Übrigens geht die »selbstverdauende Wirkung« von Joghurt auch durch Gefriertrocknen nicht verloren. Joghurtpulver wird daher erfolgreich zur Ernährung von Kindern in der Dritten Welt eingesetzt, obwohl gerade diese in vielen Fällen einen LalKäse wird - je nach Sorte und Menge - von Laktose-intoleranten Menschen unterschiedlich gut vertragen. Sein Laktose-Gehalt ist in der Regel vom Reifungsgrad abhängig: Je länger der Käse reift bzw. je »älter« er ist, umso weniger Milchzucker findet sich darin. Bei harten und halbharten Käsesorten (bzw. »alt« und »mittelalt«) wird der größte Teil der Lalctose bereits mit der Molke entfernt. Der restliche Milchzucker wird in den ersten 5-1o Stunden der Reifung fast vollständig in Glukose und Galaktose und danach zu Milchsäure abgebaut.

Weich- bzw. Frischkäsesorten haben eine kürzere Reifungsdauer und somit meist einen höheren Lalctose-Gehalt. Sie bedürfen daher der individuellen Austestung. (Angaben über den Laktose-Gehalt einzelner Sorten finden Sie in Kapitel 13.)

Leseprobe aus:

Laktose-Intoleranz - Wenn Milchzucker krank macht

LAKTOSE-INTOLERANZ
Wenn Milchzucker krank macht

Thilo Schleip
Trias Verlag
Direkt online bestellenISBN: 978-3830432401 
143 Seiten, 12,95 EUR


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung.