Wenn Milchzucker krank macht
Laktose-Intoleranz
4. Wie wird eine Laktose-Intoleranz diagnostiziert? Es gibt verschiedene klinische Tests, mit deren Hilfe sich feststellen lässt, ob man unter einer Laktose-Intoleranz leidet. Sie werden im Folgenden vorgestellt: Der H2-Atemtest (Laktose-Toleranztest) Dieses Testverfahren ist die einfachste und für den Patienten angenehmste Methode, um eine Milchzucker-Unverträglichkeit nachzuweisen. Es wird seit 1975 angewendet und hat sich inzwischen als Standardverfahren etabliert. Der Laktose-Toleranztest ist unkompliziert und nicht invasiv, was bedeutet, dass kein »Eingriff« in den Patienten erfolgt. Er ist daher - abgesehen von den Symptomen, die eine Laktose-Intoleranz verursacht - nicht mit Unannehmlichkeiten verbunden. Der Test kann heutzutage in vielen Arztpraxen und Kliniken durchgeführt werden. Das Prinzip des H2-Atemtests beruht auf dem bereits geschilderten Effekt: • Nimmt eine Laktose-intolerante Person Milchzucker zu sich, so wird dieser nicht oder nur unzureichend im Dünndarm verarbeitet und gelangt ungespalten in den Dickdarm. • Dort zersetzen Darmbakterien die Milchzuckermoleküle, wodurch verschiedene Gase entstehen. • Von diesen Gasen - Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan - ist für den H2-Atemtest ausschließlich der Wasserstoff von Bedeutung. Er diffundiert zu etwa 2o % durch die Darmwand und wird schließlich über die Lungen »abgearbeitet«. Dadurch kann er in der »Exhalationsluft«, also im Atem, gemessen werden. Je Laktose-intoleranter ein Mensch ist, desto weniger Laktase-Enzyme stehen in seinem Dünndarm zur Spaltung der Laktose zur Verfügung und umso größer ist folglich die Menge der im Dickdarm bakteriell zerlegten Laktose. Und je mehr Milchzucker im Dickdarm zerlegt wird, umso höher ist letztlich auch der Wasserstoffgehalt in der Atemluft. Leseprobe aus:
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