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Wenn Fruchtzucker krank macht


Fructose-Intoleranz

Die Untersuchung beginnt mit der Feststellung eines „Nüchternwerts": Hierzu bläst der Patient seinen Atem - ähnlich wie bei einem polizeilichen Alkoholtest - in ein elektrochemisches Messgerät, dass zur Feststellung des Wasserstoffgehaltes in der Atemluft dient.

Der dadurch ermittelte Wert sollte 10 ppm nicht übersteigen, da ansonsten kein zuverlässiger Vergleichswert für die nachfolgenden Messungen vorliegt. Hat man entgegen der Anweisung durch Nahrungsaufnahme, Rauchen oder durch Putzen der Zähne den Nüchternwert auf über 10 ppm verändert, so muss man damit rechnen, mit einem neuen Untersuchungstermin nach Hause geschickt zu werden.

Als nächstes erhält der Patient eine Lösung aus Wasser und Fruktose mit der Anweisung, sie möglichst rasch zu trinken. Man verwendet hierfür 250 ml Wasser und 25 Gramm Fruchtzucker. Noch vor einigen Jahren hat man übrigens für das gleiche Testverfahren 50 Gramm Fruchtzucker verwendet.

Mittlerweile ist man aber zu dem Schluss gekommen, dass diese Menge unrealistisch hoch ist und zu falsch positiven Ergebnissen führt, da die abführende Wirkung auch bei ansonsten gesunden Menschen Fehlinterpretationen bewirkt. Auch die Temperatur der Lösung sollte nicht zu niedrig sein, da sehr kaltes Wasser auf nüchternen Magen ebenfalls das Auftreten von Symptomen fördern kann.

Leseprobe aus:

Fructose-Intoleranz - Wenn Fruchtzucker krank macht
FRUCTOSE-INTOLERANZ
Wenn Fruchtzucker krank macht

Thilo Schleip
Trias VerlagDirekt online bestellen
ISBN: 978-3830433958
101 Seiten, 14,95 EUR


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung.