Wenn Fruchtzucker krank macht
Fructose-Intoleranz
3. Die Symptome einer Fructose-IntoleranzBeschwerden von Magen und Darm Als Nährstoff hat die Fructose keine lebenswichtige Bedeutung, da die erforderliche Energiezufuhr problemlos auch durch andere Lieferanten gedeckt werden kann. Der Umstand, dass Fruchtzucker im Falle einer Fructose-Intoleranz nur eingeschränkt dem Organismus zugeführt wird, stellt also kein nennenswertes Problem dar.
Viel bedeutsamer ist jedoch, dass sich die Fruchtzuckermoleküle in unverdautem Zustand im Verdauungstrakt befinden, anstatt in die Blutbahn aufgenommen zu werden. So nämlich passieren sie unangetastet den Dünndarm und gelangen bis in den Dickdarm hinein, wo sie eigentlich nicht hingehören. Hier setzt sich ein Prozess in Gang, der für das Beschwerdebild der Fructose-Intoleranz verantwortlich ist: Der Fruchtzucker wird von den im Dickdarm ansässigen Darmbakterien fermentiert. Im Rahmen dieses Umsetzungsprozesses entstehen die Gase Wasserstoff (H2), Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) sowie kurzkettige Fettsäuren. In sehr kurzer Zeit können so hohe Konzentrationen an Gasen entstehen, die durch Blähungen entsorgt werden müssen.
Ein Teil des Wasserstoffs diffundiert zudem durch die Darmwand, gelangt in die Blutbahn und kann schon nach kurzer Zeit in der Atemluft nachgewiesen werden. Diesen Effekt macht sich der H2-Atemtest zunutze, mit dessen Hilfe eine Fructose-Intoleranz nachgewiesen werden kann. Neben starken Blähungen kann die Gasentwicklung beim Betroffenen auch Schwindelgefühl und einer Reihe weiterer, unspezifischer Symptome verursachen.
Die teils immensen Gasansammlungen sind außerdem verantwortlich für einen aufgeblähten, nach vorne gewölbten Bauch, der von unten her auf Magen und Zwerchfell drückt. Dadurch kommt es zusätzlich zu Völlegefühl und Übelkeit nach dem Essen. Der erhöhte Druck auf die Eingeweide kann sich auch in einer erschwerten Atmung sowie durch Beklemmungsgefühl in der Herzgegend äußern.
Obwohl diese Beschwerden keine ernste Bedrohung der Gesundheit darstellen, werden sie von sensiblen Menschen - insbesondere bei Unkenntnis des Auslösers - als bedrohlich empfunden und nicht selten als Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems fehlgedeutet. Leseprobe aus:
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