Wenn Fruchtzucker krank macht
Fructose-Intoleranz
Das Beschwerdebild der Fructose-Intoleranz ist sehr umfangreich und zum Teil auch recht unspezifisch. Besonders bei Störungen in Zusammenhang mit der Tätigkeit von Magen und Darm existiert zudem eine Vielzahl möglicher Diagnosen, so dass eine Reihe weiterer Erkrankungen bei der Ursachenfindung abgeklärt werden müssen.
Neben chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Lebensmittelallergien oder auch Darmkrebs spielen vor allem weitere Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten und das Reizdarmsyndrom eine wichtige Rolle. In geschätzten 50 - 80 Prozent aller Fälle von Fructose-Intoleranz besteht auch parallel dazu eine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker (Laktose-Intoleranz) oder Histamin (Histamin-Intoleranz), welche zu ähnlich gelagerten Symptomen führen können und durch eine rein fructosearme Ernährung nicht gemindert werden.
Hinzu kommt, dass sich bei nahezu allen Betroffenen, die über einen längeren Zeitraum hinweg unter chronischen Magen-Darm-Störungen leiden, ein Reizdarmsyndrom ausbildet. Das Beschwerdebild wird dadurch noch zusätzlich verwischt und die Diagnose erschwert.
Oft besteht nach Jahren der Fehlbehandlungen ein komplexes Gemisch aus Laktose-, Fructose- und Histamin-Intoleranz, kombiniert mit einem ausgeprägten Reizdarmsyndrom. Hinzu gesellen sich häufig seelische Beschwerden, die eher als Folge der jahrelangen Beeinträchtigungen auftreten und nicht - wie oft vorschnell vermutet wird - die Ursache der Störungen darstellen.
Insbesondere die für die Fructose-Intoleranz symptomatischen depressiven Verstimmungen werden so gerne als Ursache der Funktionellen Magen-Darm-Störungen fehlgedeutet. Leseprobe aus:
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