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Wenn Fruchtzucker krank macht


Fructose-Intoleranz

Besteht auch nur der geringste Verdacht, dass eine hereditäte Fructose-Intoleranz vorliegt, so ist von einem H2-Atemtest dringend abzuraten. In diesem Fall würde die Provokation mit Fruchtzucker schwere, womöglich lebensbedrohende Komplikationen verursachen.

Da die Fructose-Intoleranz in fast allen Fällen bereits im frühen Kindheitsalter diagnostiziert wird, ist die Wahrscheinlichkeit dafür aber sehr gering. Zur Diagnose der hereditären Form steht mittlerweile ein zuverlässiger Gentest zur Verfügung, für den man lediglich eine Blutprobe benötigt.

Hierbei wird das Aldolase-B-Gen auf erblich bedingte Mutationen untersucht. Zusätzlich lässt sich mittels Gentest auch ein vererbter Fructose-1,6-Diphosphatase-Mangel nachweisen.

Alternativ dazu kann man auch durch Enzymuntersuchungen von Leber- und Dünndarmgewebe auf eine HFructose-Intoleranz schließen. Diese Verfahren werden heute aber nur noch in Ausnahmefällen angewendet.

Abbildung: „Krankheitsbilder mit Magen-Darm-Symptomatik"

Leseprobe aus:

Fructose-Intoleranz - Wenn Fruchtzucker krank macht
FRUCTOSE-INTOLERANZ
Wenn Fruchtzucker krank macht

Thilo Schleip
Trias VerlagDirekt online bestellen
ISBN: 978-3830433958
101 Seiten, 14,95 EUR


Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Trias Verlags, MVS Medizinverlage Stuttgart GmbH & Co. KG. Jede Verwertung außerhalb des Urheberrechts ist verboten. Keine Haftung.